Bemühungen um Radwegweiser endlich erfolgreich
Auf der Strecke von Landshut / Ergolding (vom Nordfriedhof kommend) in Richtung Furth / Arth / Weihmichl und zurück wurde im Bereich Altdorf unf Pfettrach eine durchgehende Fahrradroute auf Radwegen und ruhigen Nebenstraßen mit speziellen Radwegweisern inklusive Kilometerangabe beschildert. Die Ausschilderung soll vor allem ortsunkundigen Radfahrern helfen, die verkehrsreichen und für Radfahrer unattraktiven Hauptstraßen zu vermeiden und schnell und sicher auf angenehmen Wegen ans Ziel zu gelangen.
Damit ging ein lang gehegter Wunsch der bul in Erfüllung.
Es begann Ende 2006 mit einem Treffen mit Vertretern von VCD und ADFC und einer gemeinsamen Besichtigungstour im Frühjahr 2007. Aufgrund eines Antrags der bul wurde dann bereits im Mai 2007 im Verkehrs- und Umweltausschuss ein Radwegeplan (erarbeitet von H. Rückl zusammen mit H. Schenkl und Gabi Pigat) behandelt und die Beschilderung einer ersten Teilstrecke zugesagt, diese wurde jedoch nicht umgesetzt.
Erst eine gemeinsame Befahrung der Radstrecke vom Landshuter zum Altdorfer Rathaus zusammen mit ADFC und Stadträten der Grünen, ein Antrag der grünen Fraktion im Stadtrat bzgl. der Beschilderung von ortsübergreifenden Radwegen sowie ein erneuter Antrag der bul im Februar 2009 brachte den Stein wieder ins Rollen: Zusammen mit Bgm Kainz und MGR Rückl konnte Peter Straßer ein Konzept von überörtlichen Radwegverbindungen durchs Altdorfer Gemeindegebiet erarbeiten, die Anschlüsse an die Nachbarkommunen wurden von Bgm Kainz mit Gündlkofen und Landshut besprochen.
Als nächtses ist die Markierung der Strecken von Gündlkofennach Landshut bzw. von Pfettrach nach Landshut, sowie die Fortfürung durch die Stadt Landshut auf ihrem Gebiet geplant.
Ersatzpflanzungen Baugebiet Kleinfeld IV / Aich
Auf Antrag der bul beschloss der Verkehrs- und Umweltausschuss am 9.2.10 eine Ersatzpflanzung am Fußweg von der Rottenburgerstraße bis zum Regenrückhaltebecken.
Die nicht mehr in der ursprünglichen Form vorhandene Bepflanzung soll durch Sträucher im Abstand von 1,5 - 2 m und ca. fünf Bäume ergänzt werden. Dafür werden 7.000 € in den Haushalt eingestellt.
Außerdem soll entlang der Rottenburgerstraße von der Götzstraße bis zur Musikschule der derzeitige teilweise schadhafte bzw. problematische Wildwuchs nach und nach durch eine Baumbepflanzung mit Alleecharakter ersetzt werden. Für den Start dieser Maßnahme werden 5.000 € bereitgestellt.
Ökostrom für private Haushalte
Die bul informierte kürzlich Interessierte durch ein Fachreferat über den Strommarkt. Als Referenten kamen Trudel Meier-Staude und Siegfried Grob von "projekt21plus" aus München.
Die Referentin wies darauf hin, dass der Verbraucher dem Markt keineswegs hilflos ausgeliefert sei und gab einen Überblick, wie der Strommarkt funktioniere und von wo Strom in der Bundesrepublik bezogen werden könne. Die Preise steigen und steigen, obwohl die Energieriesen den Strom in längst abgeschriebenen Atomkraft- und Braunkohlekraftwerken erzeugten. Nicht so bei den Stromanbietern, die ausschließlich regenerativ produzierte Energie anbieten. Sie bieten dem Stromkunden die Möglichkeit, durch einen Anbieterwechsel den Strommarkt aktiv zu verändern in Richtung auf einen höheren Ökostromanteil, erklärte die Referentin. Dass die Tarife der vier „echt grünen“ Stromanbieter durchaus mit den Preisen der konventionellen EVUs mithalten können, belegte Trudel Meier-Staude mit Zahlen. Ebenso stellte sie die Bedeutung von Bürgerkraftwerken heraus.
Im Anschluss an den Vortrag wurden die Möglichkeiten des Bürgers, den Stromanbieter zu wechseln, diskutiert. Dazu muss lediglich ein ausgefüllter Vordruck an einen Ökostrom-Anbieter geschickt werden, der sich dann um alles weitere kümmert. Hierzu gibt es auch Hilfen unter www.oekostromwechsel.de oder www.atomausstieg-selbermachen.de
Stellungnahme der bul zum geplanten Gewerbegebiet mit großen Einzelhandelsmärkten am Nordumgehungskreisel bei Aich
Im völlig neu überarbeiteten, 2006 beschlossenen Flächennutzungsplan ist im fraglichen Bereich an der derzeit im Bau befindliche Nordumgehung keinerlei Bebauung vorgesehen. Gerade vor dem Hintergrund des enormen Landschaftsverbrauchs durch diese Umgehungsstraße sollte dieser Außenbereich am Fuße der Isarhangleiten keinesfalls durch eine weitere Bebauung belastet werden, ganz abgesehen davon, dass ein Großparkplatz und große, standardisierte Einkaufs-hallen am Ortseingang nicht gerade ein schöner Anblick sind.
Im Bereich des Marktes Altdorf und der angrenzenden Kommunen ist eine gute Versorgung mit Einzelhandelsverkaufsflächen gegeben, spätestens mit dem Bau des „Landshutparks“ in Münchnerau entstehen Überkapazitäten, die zu einem Verdrängungswettbewerb führen. Eine zu geringes Angebot ist allenfalls bei der Nahversorgung im Ortszentrum und in Altdorf-Süd festzustellen.
Durch ein neues Fachmarktzentrum (FMZ) nördlich von Altdorf würde ein weiteres Überangebot geschaffen, das die bestehenden Vollsortiment- und Discountmärkte an der Opalstraße und im Baugebiet Aich in ihrer Existenz gefährden würde, das heißt das Nahversorgungsangebot im Ort würde sich weiter verschlechtern. Ohne das FMZ könnten die bestehenden Strukturen bestehen bleiben bzw. verbessert werden (Aldi-Süd denkt lt. H. Ruhland in diesem Fall über eine Erweiterung nach, Rewe hätte keinen Grund zur Schließung).
Ähnlich wäre die Auswirkung auf die örtlichen Bäckereien und Metzgereien: durch neue Bäcker- und Metzger-Filialen im FMZ würde Kaufkraft im Ort abgezogen.
Da sich der Einzugsbereich des FMZ lt. H. Losert von Edeka weit in die benachbarten Landkreisgemeinden hineinzieht, wäre mittelfristig auch der Edeka-Markt in Arth gefährdet (geringere Größe, kleineres Sortiment, Einzellage), sodass in der Folge die Kunden aus Richtung Arth, Weihmichl, Unterneuhausen bis nach Altdorf fahren müssten.
Einzig für die Bewohner von Pfettrach kann von einer Verbesserung in der Hinsicht gesprochen werden, da im FMZ Discounter und Vollsortimenter nebeneinander wären (bisher Arth / Aich), das veränderte Einkaufsverhalten ginge jedoch wieder voll zulasten der bestehenden Märkte.
Die von H. Lehner aufgezeigte Zahl zusätzlicher Arbeitsplätze dürfte zumindest stark übertrieben und was die Region betrifft sogar völlig gegenstandslos sein. Wie von den Vortragenden selbst dargelegt, handelt es sich um einen reinen Verdrängungswettbewerb, sodass entstehende Arbeitsplätze an anderer Stelle in Altdorf und im angrenzenden Landshut ebenso wie die entsprechenden Verkaufsflächen zwangsläufig wieder wegfallen müssen. Von den hier angebotenen Verbrauchsgütern werden ja durch den Bau eines zusätzlichen FMZ nicht mehr verbraucht und gekauft als vorher.
Genauso verhält es sich mit der Gewerbesteuer: durch die Verlagerung von Gewerbesteueraufkommen von den Märkten an der Opalstraße und in Aich sowie von innerörtlichen Bäckern und Metzgern ändert sich nichts und der Hinzugewinn aus Müchnerau, Wolfgangssiedlung und Arth dürfte gegenüber den erheblichen strukturellen und landschaftsplanerischen Nachteilen untergeordnet sein.
Was Altdorf braucht, ist eine Stärkung des bestehenden Einzelhandels im Ort und nicht eine Schwächung oder gar akute Gefährdung durch riesige neue Kapazitäten am Ortsrand!
Wir wollen nicht eine Entwicklung weiter fördern, die nur auf das Auto bezogen ist, die Landschaft im Außenbereich zersiedelt, innerorts die Nahversorgung schwächt und zu leerstehenden Immobilien beiträgt.
Für die Natur und Altdorfs Bürger wäre diese Entwicklung eher nachteilig, insbe-sondere für nichtmotorisierte Jugendliche oder ältere Menschen und für Bürger, die aus anderen Gründen lieber zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind.
Die bul-Gemeinderäte haben daher dem entsprechenden Bebauungsplan nicht zugestimmt.
bul-Anträge erfolgreich
In der Marktratssitzung im Januar wurde aufgrund von entsprechenden bul-Anträgen die Einrichtung einer kostenlosen kommunalen Energieberatung sowie die Erstellung von Energieausweisen für alle kommunalen Gebäude beschlossen.
Unterstützt wurde außerdem das Anliegen der Schaffung einer Gentechnikfreien Zone, als erster Schritt wird in allen neu abzuschließenden Pachtverträgen für kommunale landwirtschaftliche Flächen einegentechnikfreie Bewirtschaftung sowie das Verbot der Klärschlammausbringung festgelegt.
Anfrage der bul vom 18.11.08 zur weiteren Vorgehensweise beim Thema Geothermie, beantwortet von Bgm Kainz am 2.12.08.
Frage:
Wie und an welcher Stelle in der Gemeinde wird das Thema Geothermie bereits bearbeitet?
Antwort:
Die bisherige Bearbeitung erfolgte durch den Bürgermeister in enger Zusammenarbeit mit dem Bauamt, der Kämmerei und der Kasse.
Frage:
Falls die Bohrung positiv verläuft, in welchen Gremien und mit welcher Organisationsstruktur werden die nächsten inhaltlichen und organisatorischen Entscheidungen getroffen?
Antwort:
Wie allen bekannt, wird die Bohrung durch die Betriebsgesellschaft des Marktes Altdorf mbH durchgeführt, d. h., die Entscheidungen werden durch den Verwaltungsrat und den Vorstand der ALKOM sowie durch den Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft getroffen. Dabei ist es selbstverständlich, dass der Marktgemeinderat intensiv in alle Entscheidungsprozesse eingebunden wird.
Darüber hinaus ist aber auch beabsichtigt, durch eine möglichst transparente Bürgerinformation auch die Öffentlichkeit vom weiteren Vorgehen in Kenntnis zu setzen.
Frage:
Wie wird die fachliche Beratung des Marktgemeinderates organisiert?
Antwort:
Wir werden sicherlich beim weiteren Vorgehen auf ein qualifiziertes Büro zurückgreifen müssen, wobei sich noch die Frage stellt, ob daneben ein so genannter Projektleiter eingebunden werden soll. Nur aus diesem Personenkreis kann letztendlich auch die fachliche Beratung des Marktgemeinderats erfolgen.
Ausschusssitz-Verteilung der bul-Markträte:
Maria Hohenester vertritt die Bürger- und Umweltliste im
- Kulturausschuss
- Hauptverwaltungsausschuss
- Rechnungsprüfungsausschuss
- Büchereikuratorium
Peter Strasser vertritt die Bürger- und Umweltliste im
- Verkehrs- und Umweltausschuss
- Bauausschuss
- Alkom-Verwaltungsrat
- Volkshochschulbeirat
neuer bul Marktrat
Gabriele Pigat hat ihr Mandat als Markträtin im Oktober nach 6 1/2 Jahren aus persönlichen Günden niedergelegt, als Nachrücker wurde aufgrund des nächstbesten Wahlergebnisses Peter Straßer am 2. Dezember 2008 als neuer Marktrat der bul vereidigt. Peter Straßer war bereits von 1990 bis 2002 für die bul im Gemeinderat.
Interessanter Informationsabend zur Geothermie
Kürzlich veranstaltete die bul einen Vortrag zu dem aktuellen Thema „Bohrung erfolgreich - wie kann's weitergehen?“, zu dem sich ein großer Kreis von Interessenten einfand.
Dazu begrüßte bul-Vorsitzender Peter Straßer den Geologen und Geothermie-Experten Johannes Ruhland aus dem Landkreis Erding.
Zunächst beglückwünschte der Referent den Markt Altdorf zu dieser außergewöhn-lichen Situation, denn durch die erfolgreiche Bohrung seien die größten Risiken des Vorhabens bereits im Griff, die verfügbare Wärmemenge reiche für ganz Altdorf, und das dauerhaft, ohne dass sich diese Energiequelle erschöpfen würde.
Dann ging Ruhland auf die aus seiner Sicht nächsten Schritte ein: Nach einer genauen Bedarfsermittlung muss zunächst eine erste Konzeptstudie erstellt werden, dann können bereits Vorverträge Anschlusswilligen Kunden abgeschlossen werden. Der Preis für die Wärme ist auf jeden Fall so zu kalkulieren, dass er unter dem für Öl und Gas liegt. Voraussetzung hierfür ist eine sorgfältige Planung, die vor allem viel Wert auf eine Kostensparende Planung bei Erstellung und Betrieb der Wärmege-winnung und –verteilung legt. In Bezug auf die Investitionskosten wies der Referent darauf hin, dass aufgrund neuerer Erkenntnisse auf ein zentrales Heizwerk verzichtet werden kann und dass ein qualitativ hochwertiges Wärmeverteilungsnetz problemlos eine Lebensdauer von 50 Jahren aufweist. Die Finanzierungskosten, die den größten Teil des Wärmepreises bestimmen, sollten unbedingt durch günstige staatliche Kredite und Zuschüsse gering gehalten werden, auch sei die Möglichkeit einer teilweisen Finanzierung durch eine Bürgerbeteiligung zu bedenken. Für die Endkunden gibt es außerdem Zuschüsse zu den Anschlusskosten.
Die Nutzung der Geothermie für Heizzwecke bietet eine langfristig sichere und kostenmäßig gut kalkulierbare Energieversorgung, die Altdorf zunehmend unabhängig von ausländischen Energielieferanten machen kann und zugleich den Ausstoß von CO2 deutlich reduzieren wird. Darüber hinaus ermöglicht sie die Ansiedlung von Betrieben, die größere Wärmemengen im Niedertemperaturbereich benötigen wie z. B. beheizte Gewächshäuser oder Trocknungsanlagen.
„Mit diesem Informationsabend ist es der bul gelungen, einerseits die Bürgerschaft zu informieren und andererseits bei den wichtigen Entscheidungen, die diesbezüglich jetzt im Marktgemeinderat anstehen, fundiert und kompetent diskutieren und entscheiden zu können“, so der abschließende Kommentar der bul-Markträtin Maria Hohenester.
Geothermiebohrung erfolgreich
Nachdem die Bohrung auf dem Bauhofgelände schon in gut 500 Metern Tiefe warmes Wasser mit einer Temperatur von 67 Grad ergeben hat, kann man sie als erfolgreich bezeichnen. Die Ergiebigkeit wurde bis 88l/s bei ca. 65°C durch Pumpversuche nachgewiesen, 100l/s dürften lt. Prof. Goldbrunner problemlos möglich sein.