Bei ihrem letzten Monatstreffen stellte die Bürger- und Umweltliste Altdorf (BUL) die Saatgutmischung "Altdorfer Sommer" aus heimischen Kräutern vor. Aufgrund vermehrter Nachfrage von Bürgern hat die BUL das Saatgut von einem zertifizierten Produzenten in Freising bezogen und bietet es für die Ansaat im privaten Garten an. Die Mischung besteht aus elf heimischen Arten wie z. B. Lein, Koriander und Ringelblume. Damit lassen sich sowohl umgegrabene Flächen begrünen als auch Rasenflächen aufwerten. Bei Letzteren ist das Fräsen oder Vertikutieren nötig, um Kräuter etablieren zu können.
Seit langem fordert die BUL den Umbruch der gemeindeeigenen Flächen seitlich der Straßen. Bislang leider ohne großen Erfolg. "Im Markt werden in den Sommermonaten zur Mahd Saisonarbeitskräfte eingestellt. Bei konsequenter Umwandlung würde sich die Marktgemeinde für die Pflege bares Geld sparen", so Marktrat Sebastian Stanglmaier, selbst Landschaftsbau-Ingenieur. Lediglich eine Fläche am Kreisverkehr der Dekan-Wagner-Straße wurde im vergangenen Jahr mit einer artenreichen Mischung heimischer Kräuter angesät. 
Andere Kommunen sind hier wesentlich weiter. Neben dem reduzierten Arbeitsaufwand wird zusätzlich Lebensraum für Insekten und Vögel geschaffen. Außerdem wird das Ortsbild aufgewertet.
Über den Jahresverlauf sehen diese Flächen einige Zeit "unansehnlich" und vertrocknet aus. Hierfür fehlt es oft an Akzeptanz in der Bevölkerung. "Wir dürfen derartige Flächen nicht mit satt grünen Grasflächen vergleichen", so Stanglmaier. Das Ausreifen der Samen ist wichtig um die Artenvielfalt auf den Flächen langfristig zu erhalten. Das führt unweigerlich dazu, dass die Flächen einige Monate im Jahr vertrocknet und "ungepflegt" aussehen. "Hier muss wieder ein Bewusstseinswandel, weg von sterilen Flächen, eintreten", fordert Stanglmaier.
Der Preis für das Saatgut ist verglichen mit Rasen- oder billigen Blumenwiesenmischungen höher. Er relativiert sich jedoch durch die stark reduzierten Mähgänge: Sind bei Rasenflächen rund zehn Schnitte im Jahr erforderlich, kommen artenreiche Wiesen in der Regel mit zwei Schnitten aus.
Die BUL bietet das Saatgut zum Selbstkostenpreis an und gibt es in Päckchen für 25 m² ab. Diese können im Schmittner-Hofladen an der Hauptstraße während den Öffnungszeiten erworben werden. Eine Anleitung für Ansaat und Pflege liegt bei.

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