Am Sonntag fand der erste Frühschoppen der Bürger- und Umweltliste Altdorf im Gasthaus Schwaiger in Eugenbach statt. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzenden Maria Hohenester und Martin Witzko folgte die Vorstellung der Listenkandidaten. Bürgermeisterkandidat Sebastian Stanglmaier legte anschließend seine Ziele und Visionen für die Marktgemeinde dar. Dabei wurde eines immer wieder deutlich: Ein Neustart ist in vielen Bereichen überfällig, um aktuelle Probleme in Altdorf zu lösen und die Gemeindepolitik wieder aktiv zu gestalten.

Rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Besichtigung des Heizwerkes in Furth teil. Altbürgermeister Dieter Gewies gab einen Rückblick auf die Entstehung der Anlage, die 1996 auf den Weg gebracht wurde. Sie war damals eine Pilotanlage in Bayern. Ein Zusammenschluss aus der Gemeinde Furth und der Waldbesitzervereinigung Landshut brachte damals dieses zukunftsweisende Projekt auf den Weg. Beteiligt haben sich darüber hinaus auch 40 Landwirte, die damit gleichzeitig ein Lieferrecht für das Brennmaterial erwarben.
"Der Erfolg eines derartigen Projektes liegt in der frühzeitigen und umfassenden Information der Bürger. Dadurch war es von Anfang ein Projekt aller Further." Neben einigen bezahlten Kräften, die sich um den Betrieb und Unterhalt der Anlage kümmern, sind rund 50 Bürgerinnen und Bürger unentgeltlich für das Heizwerk tätig. Die Anlage versorgt vor allem die öffentlichen Einrichtungen in der Mitte des Dorfes und darüber hinaus einige große, private Immobilien und 60 Wohnhäuser mit Wärme. 2013 wurde sie um einen Holzvergaser erweitert und liefert seitdem auch umweltfreundlich erzeugten Strom. Bürgermeisterkandidat Sebastian Stanglmaier dankte abschließend Dieter Gewies und stellte fest: "Furth ist ein Beispiel dafür, was auf kommunaler Ebene möglich sei, wenn der politische Wille da ist. Aber auch der sei ja Gott sei Dank erneuerbar."

200209 Heizwerk Futh

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Bei der Aufstellungsversammlung vor Kurzem wurde Sebastian Stanglmaier einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl im nächsten Jahr nominiert. Damit tritt die unabhängige Bürger- und Umweltliste zum ersten Mal in ihrer 30-jährigen Geschichte mit einem eigenen Kandidaten für das höchste Amt in der Marktgemeinde an. 
"Sebastian Stanglmaier hat uns und allen Marktgemeinderäten in den vergangenen Jahren seinen Gestaltungswillen für unsere Marktgemeinde gezeigt", so der Vorsitzende Martin Witzko zu Beginn der Veranstaltung. Seit 2014 sitzt Stanglmaier zusammen mit drei Kollegen der BUL im Altdorfer Marktgemeinderat. Von Beginn an hatte er den Fraktionsvorsitz inne, bis er Ende 2018 zum dritten Bürgermeister gewählt wurde. Seit Beginn an ist er stellvertretender Jugendbeauftragter. 
Der 32-jährige Landschaftsbau-Ingenieur ist in Altdorf geboren. Mit zwei Geschwistern ist er auf dem landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern aufgewachsen. Nach der Mittleren Reife und der Fachhochschulreife studierte er Landschaftsbau an der Fakultät Landschaftsarchitektur in Weihenstephan. Seitdem ist er in der Bauleitung von Freianlagen in einem Landschaftsarchitekturbüro in Landshut tätig.
Sein ehrenamtliches Engagement begann er in der Jugendarbeit der Pfarrei Altdorf. Seitdem ist er in verschiedenen Vereinen und Organisationen aktiv. Aufmerksamkeit erregte er in letzter Zeit durch die Sanierung eines denkmalgeschützten Kleinbauernhauses im Ortskern.
Sebastian Stanglmaier schnitt in seiner Bewerbungsrede das umfangreiche Wahlprogramm an und stellte die derzeit wichtigen Themen in der Marktgemeinde heraus: So blockiert der fehlende Hochwasserschutz an der Pfettrach und am Bucher Graben die Schaffung dringend erforderlichen Wohnraumes innerorts. Hier müsse die Gemeinde aktiv auf die Beteiligten zugehen und vermitteln. Die Sanierung der Grundschule mit Neubau des Bauamtes sei die derzeit größte Herausforderung, auch finanzieller Art. Nur in enger Zusammenarbeit mit Schulleitung, dem Elternbeirat und der Bauverwaltung wird ein reibungsloser Ablauf möglich sein. 
Drängend ist die heizölbasierte Wärmeversorgung des Angerweges und des Aicher Feldes: Nach dem Aus der Geothermie müsse hier mit Nachdruck nach einer nachhaltigen Energieversorgung  gesucht werden, auch um die jährlichen Defizite für den Markthaushalt zu beenden. "Im Kern geht es beim Amt des Bürgermeisters um offene Kommunikation und Moderation", so Stanglmaier. Bei den anhaltenden Konflikten innerhalb der Verwaltung werde das offensichtlich.
Nach der einstimmigen Nominierung dankten die Vorsitzenden Maria Hohenester und Martin Witzko dem frischgebackenen Bürgermeisterkandidaten für seine Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Zusammen mit der Kandidatenliste sehen sie die BUL gut gerüstet für die Zeit bis zur Kommunalwahl im März.

Bürgermeisterkandidat

Auszug aus der Rede von Sebastian Stanglmaier und Martin Witzko zum 30. Jubiläum der BUL im Bürgersaal am 12.10.19

Landshuter Zeitung vom 17.10.19

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Bürger- und Umweltliste Altdorf
Vorsitzender: Martin Witzko
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